Typisch ich – der Floh im Ohr

Warum soll es beim Karate auch anders sein als sonst wo? Gestern haben wir wieder die Kata „Pinan Nidan“ geübt und dabei wurde erwähnt, dass am 19. Mai dieses Jahres ein Shiai ( ein Wettkampf ) stattfinden wird bei dem auch Träger des weißen Gurtes teilnehmen könnten. Jetzt ist das ja so, dass die dazu nötige Prüfung noch vor den Osterferien ist… Ihr wisst was ich andeuten möchte…

Prüfung < Shiai = Teilnahme Marco

Keine Sorge, keine Sorge! Es handelt sich bei diesem Shiai für die Anfänger nicht um ein Kumite sondern um eine Kata-Vorführung. Aber habe ich nicht im letzten Beitrag was von Terminator-Style während der Kata erwähnt? Nun ja, genau das gilt es eben zu verbessern. Die Ausschreibung für den Wettkampf ist >>> hier <<< zu finden.

Als vorerst letzte neue Technik haben wir dann noch den Mawashi-Geri gelernt, der in etwa wie im folgenden Video ausgeführt wird.

Team KI – Mawashi Geri

Hier rächt sich zum ersten mal das jahrelange „nichts-tun“. Die Gelenke sind etwas eingerostet und der Tritt klappt noch nicht so gut. Da muss jetzt in naher Zukunft eindeutig mehr gedehnt und gestreckt werden.

Die erste Kata – Pinan Nidan

Gestern konnte ich leider nicht am Training teilnehmen, denn ich wurde von einer Laufgruppe eingeladen an einem Longrun teilzunehmen und da mein erster Halbmarathon bereits in zwei Wochen ist, habe ich dieses Angebot angenommen.
Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht auch bei Karate fleißig war. Man kann das ein oder andere gelernte ja auch zuhause wiederholen. Ganz besonders wenn man am letzten Mittwoch die erste Kata, die Pinan Nidan, gelernt hat.

Für diejenigen die nicht wissen was eine Kata ist, möchte ich Wikipedia zitieren: „Eine Kata im Karate ist – wie in anderen japanischen Kampfsportarten auch – eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen besteht, welche jedoch im Karate meist gegen imaginäre Gegner geführt werden.“ ( Quelle: Wikipedia ) Wer eine ähnliche Kata sehen möchte, kann sich folgendes Video einmal ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=koOaztyceUs

Mal nebenbei erwähnt

Videos von Techniken und Katas sind für die Stilrichtung „Shorinji Ryu“ extrem rar daher verlinke ich hier Videos, die unserem Stil ähnlich sind. Wenn ich mal gut genug bin, dann werde ich die ein oder andere Technik / Kata dann auch im Stil des „Shorinji Ryu“ selbst verfilmen und hier zeigen. Bis es aber soweit ist, bitte ich noch um Verständnis, dass ich Stilähnliche Videos hier zeige. Beim Training selbst kann ich aus datenschutztechnischen Gründen natürlich keine Videos machen.
Die Leute, die das Glück ( ja ich weiß, andere würden es eher Pech nennen ) haben mich zu kennen wissen, dass ich meinen Horizont gerne auch außerhalb des Trainings erweitere. Aus diesem Grund und auf freundlicher Empfehlung von Sempai-Dai Helga H. habe ich mir das Buch „Shihan Bill Marsh – Ein Leben für Karate Do“ von Jürgen Fischer  als e-book zugelegt.

Ein Leben für Karate Do

Neben seinem Leben beschreibt Shihan Bill Marsh auch die Grundtechniken und die ersten Katas für den Shorinji Ryu Stil. Leider gibt es in der e-book Version einen Anzeigefehler. Ausgerechnet bei der ersten erlernten Kata. Die Reihenfolge der Techniken innerhalb des Pinan Nidan sind nicht fortlaufend dargestellt sondern in Blöcken verschoben. Ich denke das hängt mit der Konvertierung des Originals-Skripts zur e-book-Version zusammen. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Aber zurück zur Kata.

Die Abläufe lernen wird wahrscheinlich nicht wirklich das Problem sein. Schwieriger werden die feinen Übergänge und die edlen Betonungen der individuellen Techniken. Was meine ich damit? Wenn ich die Kata in den Abläufen mal irgendwann drauf habe, dann wird das aussehen als würde ein Roboter, wahrscheinlich ein Terminator, die Kata ausführen. Technisch dann ok aber optisch ein debakel 🙂 Mal schauen wie ich mich da rantasten kann. Eine weitere Hürde muss ich ebenfalls noch überwinden und das ist das „Ankündigen“ der Kata und das Kiai ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kiai ) während der Ausführung. Beide bedürfen einer lauten und deutlichen akustischen Äusserung und das im schlimmsten Fall vor allen anderen 😉 Ich bin nunmal ein ruhiger Mensch und muss den Mut dann erstmal aufbringen das vor anderen zu tun.

Was wurde neu gelernt?

Innerhalb des Pinan Nidan gab es einen für uns noch unbekannten Stoß, einen Tettsui. Das ist ein Stoß mit der Unterseite der Faust. ( Ähnlich dem Dampfhammer von Bud Spencer 🙂 )

Shihan Bill Marsh

Ich denke jeder der aus der Trierer Gegend kommt hat schon mal den Namen Bill Marsh gehört. Leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, ihn persönlich kennen zu lernen aber das kommt ja vielleicht noch. Bei YouTube kann man einen Bericht der Landesschau RP – SWR  vom 27.06.2014 finden den ich hier mal verlinke.


https://www.youtube.com/watch?v=QtjaSQHPPgk

Am Mittwoch geht es dann weiter. Stay tuned und schaut zwischendurch mal hier vorbei.

Sonntagstraining oder erste Peinlichkeiten

Am Sonntag 17.03.2019 war wieder ein Karatetraining angesetzt. Es ist leider nicht immer einfach mit zwei kleinen Kindern ( 4+ 6 ) pünktlich zu sein, selbst wenn der 6-jährige ebenfalls am Unterricht teilnimmt. So war ich auch an diesem Tag wieder im Stress und wir kamen zu spät…

„Was macht man, wenn man zu spät kommt?“

Das war dann die Frage. Mhhh…. Völlig überfordert ist mir erstmal die richtige Antwort nicht eingefallen. Ich dachte an das Schließen der Eingangstür oder an Liegestütze zur Strafe für die Verspätung. Dabei war die Lösung doch zum greifen nahe und war aufgrund einer guten Erziehung auch irgendwie selbstverständlich. Man grüßt den Trainer / Sensai natürlich erstmal mit einer Verbeugung! Peinlichkeit hoch 3… Die Kinder wurden nach dem Training natürlich sofort dazu veranlasst, beim nächsten Training doch ein wenig schneller ins Auto einzusteigen. Immerhin kostet das auch Trainingszeit der anderen.

Da die „Schwarzgurtler“ auf einem Trainingsseminar waren gab es diesmal nur eine Gruppe. Gemeinsames Training mit den Fortgeschrittenen ist schon ein wenig anders. Zum ersten mal stand jemand vor mir ( abgesehen von den Trainingseinheiten mit dem Sensai ) der die Angriffs- und Abwehrtechniken richtig und wie man in Trier sagt, mit Schmackes, ausführt. Ich war die Geschwindigkeit nicht gewohnt aber ich denke ich konnte meine Aufgaben relativ gut lösen. Hier ist dann wohl mal Tempotraining angesagt aber das wird auch mit der Zeit kommen wenn die Techniken in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Als neue Technik lernten wir den Gyaku-Tsuki ( oder Zuki? hier unterscheiden sich die Schreibweisen im Internet ). Das ist eine Fauststoßtechnik ähnlich dem Oi-Tsuki ( oder Zuki ) mit dem Unterschied, dass der Stoßarm entgegengesetzt zum vorderen Bein ( in Zenkutso-Dachi ) ist. Wenn man bisher nur den Oi-Tsuki durchgeführt hat, dann ist wieder Konzentration gefragt, denn hier muss man auch bei der Wende im Kopf ein wenig umschalten.

Ein Video vom YouTube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCMnne5263aEAje6xBOQTY8w

Natürlich hat das gemeinsame Training mit meinem Gegenüber auch wieder Flecken hinterlassen und da ich ja gerne jammere hier ein Beweisfoto:

Mimimi - Papa hat Aua!
Mimimi – Papa hat Aua!

Abschließend sei zu sagen, dass das Training wieder spitze war und die Zeit mal wieder vorbeigeflogen ist. Ich freue mich schon auf Mittwoch, ich hoffe das ich diesmal pünktlich da sein kann.

Kleiner Trainingsbericht vom 13.03.2019

Das Mittwochs-Training wird bei mir immer eine knappe Sache. Es beginnt ja schon um 17:30 Uhr und da der Straßenverkehr immer wenn ich was vorhabe chaotisch ist schaffe ich es immer nur so kurz und knapp.

Wenn allerdings das Training dann auch noch in einer anderen Halle ist, dann kommt der Marco natürlich ein paar Minuten zu spät. OK, ich kann ja laufen 😉

Ab kommender Woche bin ich voraussichtlich nur noch mit dem e-bike und der Bahn unterwegs, ich erhoffe mir davon etwas kontrolliertere Zeiten. Aber alles wird gut.Die letzte Trainingseinheit war extrem schnell vorbei. Ich habe auch mal eine mir bisher unbekannte Technik ( Shuto-Uke ) und eine neue Stellung ( Nekoashi-Dachi oder kurz Neko-Dachi ) gelernt. Beide Techniken benötigen volle Konzentration gerade dann wenn man beide Teile miteinander kombinieren muss. Es gibt immer 100 Sachen zu beachten und alles unter einen Hut zu bekommen ist manchmal etwas knifflig aber auch machbar. Übung macht den Karate-Meister 😉 Eine schöne Ankündigung gab es auch und zwar, dass die erste Prüfung zum weißen Gurt noch vor Ostern erfolgen wird. Ich bin mir fast sicher, dass das am 07.04.2019 passiert, denn dann bin ich in Freiburg und versuche den Halbmarathon zu überleben.

YouTube Kanal vom TeamKI
Irgendwie kann ich es gar nicht erwarten, die Prüfung abzuschließen und mir endlich einen Karate-Anzug zuzulegen.

Projekt: Mein Weg zum schwarzen Gürtel

Hallo lieber Leser,
hallo liebe Leserin,

schön dass du auf mein Seite gefunden hast. Um was geht es hier? Dies ist ein kleiner Blog in dem ich meinen Weg zum schwarzen Gürtel in Karate beschreiben möchte. Nebenher werde ich alle Themen rund um den Kampfsport, die mir über die Füße laufen und gefallen hier veröffentlichen.

Ich und Karate?

Vor mehr als 30 Jahren habe ich als kampfsportfilmgeschädigter Junge mit Karate angefangen und konnte schnell Fortschritte machen. Das Highlight der damaligen Trainingszeit war der 2. Platz bei der Karate-Vereinsmeisterschaft. Leider habe ich diese Urkunde nicht mehr aber damals war ich sehr stolz auf diese Leistung.

Was ist dann passiert?

Ich war in einem Trierer Verein. Den Namen möchte ich an dieser Stelle nicht nennen, da sich dort einiges ereignet hat was nicht korrekt war. Damals hatte man keine wirkliche Auswahl. Man musste das wählen was örtlich am nächsten war. Und so viele Vereine gab es zu dieser Zeit auch nicht. Auf jeden Fall war dort eine Trainerin die mich unter ihre Fittiche genommen hatte. Mit ihr war das Training ein reines Vergnügen. So hatte ich mir ein gutes und erfolgreiches Training vorgestellt. Hätte sich an der Situation damals nichts geändert, dann wäre ich sicher schon Besitzer eines schwarzen Gürtels. Denn an der Motivation und an der Leistung hat es nicht gelegen. Aber wer mich kennt weiß, dass in der Planung meines Lebens nichts so wirklich glatt gelaufen ist wie ich es gerne wollte. So wurde meine Mentorin „leider“ schwanger und konnte mich nicht weiter trainieren. Als Alternative blieb mir nur der damalige Trainingsleiter ( Ich weiß jetzt leider nicht mehr ob es die Bezeichnung Sensai damals schon so gab ) mit dem ich mich so gar nicht verstand. Das ich mit jemandem nicht auskomme gibt es nur ganz selten aber dieser Typ war so ein Fall. Er drohte uns ( meinem Schulkollegen Dirk S. und mir ) mit Prügel und Strafen wenn wir nicht Training teilnehmen würden. Aus irgend einem Grund, ich erinnere mich leider nicht mehr genau, konnte ich einige Tage nicht am Training teilnehmen und mir wurde von den anderen Schülern mitgeteilt, dass unser Trainer wohl stinksauer war. OK, ich war 12 oder so und der Typ hatte einen schwarzen Gurt, also habe ich mir als kleiner Pimpf in die Hosen gemacht und mich nicht mehr zum Training getraut. Das war dann auch das Ende meiner Karate-Karriere.

Warum jetzt wieder Karate?

Eigentlich habe ich die gelernten Inhalte nie vergessen und auch zwischendurch über all die Jahre immer und immer wieder mit den Techniken rumgealbert. Als wir uns dazu entschlossen, für meinen Sohn an einem Probetraining teilzunehmen und gerade ein Anfängerkurs in der Nachbarortschaft angefangen hat, war der Funke wieder da und das Feuer wurde entfacht. Ich war dann bei einer Trainingseinheit als Zuschauer dabei und es hat mich sofort gepackt dort wieder einzusteigen. Da das Laufen ( siehe www.laufportal.net ) aber an erster Stelle meiner sportlichen Aktivitäten steht war mir erst nicht klar wie ich 2 Sportarten in meine „Freizeit“ integrieren soll. Aber dank meiner überaus verständnisvollen Frau ist mir auch die Integration der beiden Trainingstage gelungen.

Warum blogge ich das?

In erster Linie soll es eine Art Tagebuch für mich darstellen um später einmal zu schauen wie denn der Weg so war aber natürlich lasse ich alle die es Interessiert, wie bereits auf dem Laufportal, gerne an meinem Weg teilhaben.

Stay tuned…